Das »Ja-genau-Prinzip®« in London und Redmond

In der Zeit vor der Erfindung der Navigationsgeräte musste ein Taxifahrer den Stadtplan idealerweise im Kopf haben. Und genau das war das große Problem in London. Es gab einfach zu wenige Taxifahrer, die sich in ganz London auskannten. Somit litt extrem die Qualität der Fahrten darunter, was man unbedingt in den Griff bekommen wollte. Aus diesem Grund wurde eine Initiative gestartet, die mehr Taxifahrer heranholen sollte. London hatte damals eine geniale Umdenk-Idee. Welche könnte das gewesen sein?

Diese und andere Aufgaben stellen wir gerne den Teilnehmern unseres Showseminars »Undenkbares wird umdenkbar«. Allein die erarbeiteten Ergebnisse zeigen, wie groß die Ideenvielfalt ist. Unternehmen haben mit ihren Mitarbeitern und deren Kreativität einen wahnsinnig großen Schatz, den es nur zu bergen gilt. Wenn Sie die Umdenk-Lösung erfahren möchten, bekommen Sie die in unserem Showseminar. Auf jeden Fall hat London damit eine Schwäche in eine Stärke umgewandelt – soviel verraten wir schon mal.

Genau das hat auch das Software-Beratungsunternehmen Auticon geschafft, die seit 2011 gezielt Asperger-Autisten einstellen. Das auffälligste Merkmal des Asperger-Syndroms ist ein von der Umwelt als seltsam empfundenes Sozialverhalten, was im Grunde genommen keine guten Voraussetzungen sind für ein Beratungsunternehmen mit Kundenkontakt und Reisetätigkeit. Allerdings wusste Firmengründer Dirk Müller-Remus, der selbst einen Sohn mit Asperger-Syndrom hat, dass Akribie, logisches Denken, überdurchschnittliche Intelligenz und Spezialinteressen ebenfalls hervorstechende Eigenschaften sind. Und das sind wiederrum Eigenschaften, die wunderbar zu einem Softwareunternehmen passen.

Das hat sich Auticon zunutze gemacht und aus der schwierigen Lage der Betroffenen, für die es grundsätzlich schwierig ist, einen Job zu finden, eine Stärke entwickelt: sie werden als Berater ihrer Kompetenz entsprechend eingesetzt. So bekommen Kunden des IT-Unternehmens absolute Spezialisten für z.B. Qualität, Mustererkennung, Fehlerfindung, Logik oder analytisches Denken. Und die Mitarbeiter bekommen Bestätigung für ihre besondere Leistung.

Dann gibt es wieder Firmen, die komplett ihren Ursprung verlassen. Microsoft macht das gerade, denn deren klassisches Geschäft geht immer weiter zurück. Diese Einbußen werden von dem wachsenden Cloud-Business und den Surface-Verkäufen immer mehr abgefangen. Besonders das Cloud-Geschäft hat dafür gesorgt, die Schwächen des klassischen Bereichs ausgleichen zu können und hat entgegen der Prognosen von Experten beim Umsatz sogar den Office-Bereich übertroffen.

Aus unserer Sicht ist es der Fokus auf „Wie kann es gehen?“ statt sich an einem „Warum geht es nicht?“ festzubeißen, der dieses Umdenken überhaupt erst ermöglicht.

Wie das auch für Ihr Unternehmen funktionieren kann, sagen wir Ihnen gerne im nächsten Blog.

Ihr Andreas Straub